15 Mai

Satz mit X – Die Familymesse „Kleine Entdecker“

Es hätte die perfekte Veranstaltung werden können. Endlich mal eine Messe für unsere Zielgruppe in Regensburg: Schwangere und junge Familien. Doch was uns Ausstellern groß angekündigt wurde als Riesenevent und großartige Gelegenheit, für unsere Angebote zu werben, entpuppte sich als totaler Reinfall.


Schon die Organisation im Vorfeld ließ nichts Gutes erahnen. Die Kommunikation mit dem Veranstaltungsteam lief schleppend per E-Mail, telefonisch war unter den angegebenen Nummern zumindest für mich nie jemand erreichbar. Eine kurz vor dem Event anberaumte Infoveranstaltung fand für Mütter mit Babys oder kleinen Kindern wie mich oder meine Kolleginnen Tanja und Fee zu einer völlig unpassenden Zeit statt. Verpasst haben wir dort aber sowieso nicht viel, wie wir erfahren haben. Höchstens vielleicht die Flyer und Plakate, die dort an die Aussteller verteilt wurden, um sie unters Volk zu bringen.

Ähm… die Aussteller? Dafür bezahle ich doch unter anderem die teure Standgebühr! Ob es an uns dreien lag, die bei der Vergabe nicht anwesend waren, dass die Veranstaltung so schlecht beworben wurde? Wohl kaum.
Für mich war im ganzen Landkreis kein einziger Flyer, kein Plakat und auch sonst nichts zu finden, und ich komme viel herum. Plakate von anderen Messen, Ausstellungen oder Zirkussen sieht man das ganze Jahr irgendwo hängen, daran kommt keiner vorbei. Auch die versprochene Facebookwerbung erweckte keinen Anschein von Professionalität, da die Seite relativ kurzfristig eingerichtet wurde und keine nennenswerte Reichweite hatte. Dazu braucht es einiges an Engagement, meine Kolleginnen und ich kennen das von unseren eigenen Seiten. Am Vortag der Messe mal kurz im Radio erwähnt zu werden, reißt es dann leider auch nicht mehr heraus. Marketing geht anders.

Die mangelhafte PR war an den Besucherzahlen deutlich zu erkennen. Es war schlicht und einfach so gut wie nichts los.
Am meisten zu bedauern sind da sicher unter anderem die Mitarbeiter des Montessori Vereins, die extra einen Vortrag vorbereitet hatten, zu dem nur zwei Familien erschienen.

Spaß hatten wir trotzdem an unserem Stand, und die ein oder andere interessante Begegnung war auch dabei, zum Beispiel der Rollstuhl fahrende Vater, dem wir bei der Wahl der passenden Tragehilfe für ihn, seine Frau und die gemeinsame Tochter behilflich waren. Oder die Mutter, die erst ein paar Wochen zuvor das letzte von insgesamt zehn Kindern zur Welt brachte. Im Krankenhaus zwar, aber trotzdem alleine, da während der entscheidenden Phase keine Hebamme greifbar war. Unfassbare Zustände, auch in Regensburg!

Zudem war unser Stand ein beliebter Ort, um es sich zum Stillen wenigstens ein bisschen gemütlich zu machen. Weder an Gelegenheiten zum Stillen oder überhaupt zum Zurückziehen mit dem Baby, noch an eine Wickelmöglichkeit wurde nämlich seitens der Veranstalter gedacht. Statt dessen schnauzte eine Vertreterin für sündhaft teure Küchenmaschinen und Staubsauger die Kinder an, die ihr zu laut waren. Schade, wenn ausgerechnet bei einer Baby- und Kindermesse nicht bei allen der Fokus auf die Babys und Kinder gerichtet ist, sondern nur auf den Kommerz.

Fazit: Alles in allem viel Lärm um nichts, aber wenn wir wenigstens eine Hand voll Eltern mit unseren bindungsorientierten Angeboten erreichen konnten, war der Aufwand nicht völlig umsonst.

Ein Gedanke zu „Satz mit X – Die Familymesse „Kleine Entdecker“

  1. Als Besucher möchte ich noch die horrenden Eintrittspreise erwähnen! Eine absolute Frechheit, ich habe mich sehr geärgert für den Preis und die „Menge“an informativen Ausstellern hätten wir lieber Eis essen gehen sollen…..
    Mir tut es um jeden einzelnen Kleinen Aussteller leid! Zeit und Geld waren hier für beide Seiten schlecht investiert. SCHADE

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