12 Apr

Blick nach vorn!

„Ich stecke fest. In diesem Alltag. Immer wieder Streit mit den Kindern. Ständig diese Wut. Ausraster, Brüller, Tober. Nichts wollen sie annehmen, obwohl ich es doch nur gut meine. Gestern war es so noch okay, heute ist genau dieser Weg absolut verkehrt. Ich werde beschimpft, ich werde gehauen, Sachen werden geworfen. Ich will das nicht. ICH WILL DAS NICHT!! Ich will meine Ruhe. Ich will, dass wir uns vertragen. Ich komme ihnen doch schon so oft entgegen, suche Kompromisse. Warum sind sie so zu mir??“

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24 Feb

Denkst Du, Geben ist ein Tauschgeschäft?

Habt Ihr schon mal Vorwürfe zu hören bekommen, dass Ihr „zu nett“ zu Euren Kinder wärt? Sie toben und verweigern sich, motzen, flippen aus, und Ihr habt immer noch die Kraft, höflich, gelassen, bestimmt, aber liebevoll zu bleiben. Sie müssen überredet werden, im Alltag mitanzupacken, und trotzdem zollt Ihr ihnen Respekt und Dank, wenn sie es tun – und andere meinen, sie müssten das kommentieren oder von sich selbst berichten: Wenn meine Kinder so drauf wären, bekämen die überhaupt kein nettes Wort mehr von mir! Die sollen sich erstmal zusammenreißen, dann bin ich auch wieder höflich. Die sollen erstmal lernen, wie man miteinander umgeht, dann mache ich das auch respektvoll. Wie mit einem Erwachsenen.

Oder: Die sind doch noch klein. Die brauchen diese Art von Ansagen. Und sie müssen helfen. Ich mache ja auch alles für sie. Da braucht’s kein Danke. Höre ich ja auch kaum.

Es gibt Leute, die finden es bescheuert, dass ich mich bei meinen Kindern fürs Müllraustragen bedanke. Es gibt Leute, die finde ich bescheuert, sobald sie den Mund aufmachen.

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06 Jan

„Waren wir wieder zu laut, Mama?“

Eine dauerhafte Erkrankung ist für niemanden schön, weder für den Kranken, noch für die Angehörigen – aber eine besondere Herausforderung ist sie für Kinder, wenn ein Elternteil betroffen ist.

Ich habe drei Kinder und leide seit etwa 22 Jahren an starker episodischer Migräne. Am Ende der Pubertät fing es an, diffus, stark, häufig, fast jeden zweiten Tag.

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04 Jan

Bindung ist ein Gummiband

Bindung ist ein Gummiband: mal ganz kurz, vor allem am Anfang, wenn wir sie noch aufbauen; dann mehr wie eine ganz lange Schnur, wenn wir unsere Flügel austesten. Aber immer wieder zieht uns das Band zurück. Wir brauchen die Sicherheit, die Wurzeln. Wenn es gut geht, hält sie auf diese Weise ein Leben lang!

Wurzeln

und

Flügel

Halt mich, trag mich, geh nicht weg!

Oh, lass mich: Herumrollen ist lustig!

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23 Nov

Entspannte Eltern haben … es gut!

„Entspannte Eltern haben entspannte Kinder“ ist sowas von gelogen!

Entspannte Eltern können alle möglichen Kinder haben. Das Temperament bringen die Kinder schon mit – egal, auf welche Eltern sie treffen.

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31 Okt

„Babybauchzeit“ von Nora Imlau und Sabine Pfützner

Meine Kinder schauen mir gerne über die Schulter, egal was ich tue: ob ich schreibe, lese, backe, fotografiere, male, plane, bastle… Gestern saßen zwei von ihnen neben mir und blickten mit in meine Lektüre: die „Babybauchzeit“ von Nora Imlau und Sabine Pfützner, erschienen im Beltz-Verlag.

Sogar ein umfangreiches Werk über Schwangerschaft kann sie interessieren! Neugierig lesen sie mit, schauen Fotos und Zeichnungen an – und stellen Fragen: zu der Zeit, als sie in meinem Bauch waren, allgemeine Fragen zu biologischen Zusammenhängen, Ärzten, Hebammen oder Babys, genauere Fragen zur Geburt und vieles mehr. So, aber auch mit Hilfe des Buches, versuche ich alles zu beantworten.

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30 Okt

Gastbeitrag: Unsere Kiga-Eingewöhnung

Alle Eltern kennen diesen Zwiespalt bei der ersten Eingewöhnung: Man gibt sein Kleinkind im Kindergarten oder in der Kita zum ersten Mal für längere Zeit in die Obhut eines fremden Menschen. Wie soll man damit umgehen? Was macht das emotional mit einem? Erst recht, wenn das eigene Kind beim Bringen dann noch weint. Gleichzeitig ist dieser fremde Mensch in seinem Tun ausgebildet: Er hat jahrelange Erfahrung im Umgang mit Kindern, davor eine mehrjährige Ausbildung absolviert. Und trotzdem ist da die leise Stimme in einem selbst: Aber diese fremde Person kennt eben mein Kind nicht.

In diesem Beitrag erzählt eine Mutter von ihren Erfahrungen zum Thema Eingewöhnung. Und sie schildert diesen Ablauf bei ihrer Tochter, als diese im Freien Aktiven Kindergarten Stuttgart anfing. Genau so – und doch jedesmal etwas anders – laufen alle Eingewöhnungen im dort ab. Denn jede Eingewöhnung ist ein neues Abenteuer: für das Kind, die Eltern und die Begleiter.

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13 Aug

Ergebnisse – wir wollen Ergebnisse sehen!

Du versuchst, Deinem Kind bedürfnisorientiert zu begegnen, und hast die Erwartung, dass Euer Alltag sich immer weiter entspannt, Ihr Euch gut versteht, Harmonie immer mehr bei Euch einzieht – aber das ist gar nicht so?! Wutanfälle, weil die Treppe zu lang ist, die Radtour zu kurz, die Limo zu gelb, die Hausaufgaben zu doof? Beißattacken, während Ihr eigentlich nur ein Buch lest oder Du das gewünschte Mittagessen kochst? Du wirst angeschrieen, während Du den bestellten Pulli am Reißverschluss schließt oder Ihr im Lieblingsschwimmbad seid?

Immer wieder begegnen mir Eltern, die dann frustriert sind. Natürlich!

Natürlich?

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19 Jul

Flagge zeigen?!

Stellt Euch einen Weg vor, vielleicht einen Gratweg oben auf einem Berg. Ein bisschen ausgebaut und gesichert vom örtlichen Wanderverein, so dass es etwas Platz gibt, auch mal links oder rechts zu gehen – aber dann geht es steil bergab. Hier und da könnte man noch entlang und etwas klettern, aber an den meisten Stellen fiele man böse in die Tiefe.

Dort läuft Euer Kind. Ihr geht dahinter oder sitzt an einer Stelle und macht ein Päuschen. Euer Kind ist fit und satt und wach und probiert sich aus. Ihr kennt es und lasst das Experimentieren zu. Nach und nach wird das Ausprobieren aber riskanter, das Kind wird müde und unkonzentriert, hat Durst und stolpert.

Wie reagiert Ihr?

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09 Jul

Bist Du mein Freund?

Was macht einen guten Freund aus? Er ist ein Weggefährte, kann über die gleichen Dinge lachen, hört gut zu, verbringt die Zeit gerne ähnlich wie man selbst, spürt wie es einem geht, hat Ideen zur Abhilfe, wenn es mal nicht so rund läuft…

Und ein guter Freund, der einen wirklich richtig kennt, darf auch sagen, wenn er findet, etwas, das man tut, ist nicht okay, gefährlich, idiotisch. Opportunisten und Bewunderer sind uns keine Stütze. Kritik kann mal zu Denk- und Kontaktpausen führen, aber am Ende findet man in echter Freundschaft auch nach „Kopfwäschen“ wieder zueinander. Sie sollte ja hilfreich und nicht verletzend sein, und das erkennt man dann hoffentlich auch.

Freundschaft ist im Idealfall ein Geben und Nehmen ohne aufzurechnen, wer mehr für den anderen tut. Eine enge, intensive Verbindung. Eine Lebenshilfe. – Und Eltern-Kind-Beziehung: kann das auch eine Freundschaft sein?

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