03 Sep

Kein Kind ist wie dein Kind

Bindungsträumerin Stephanie Siebert ist systemische Beraterin für Eltern und lebt mit ihren zwei Töchtern in Nürnberg. Sie hat für uns über die Bedeutung unterschiedlicher Persönlichkeiten von Kindern und den besten Umgang damit geschrieben.

Vielleicht habt ihr diese Werbung eines Versicherungsanbieters auch schon gesehen. Der Slogan: “Kein Kind ist wie dein Kind.” Stimmt – nicht mal mein Kind ist wie mein Kind. – Hä? Na, weil ich zwei Kinder habe. Und die sind sich zwar in manchem ähnlich, in vielem aber auch grundverschieden.

Weiterlesen

02 Sep

Wie Tagebuch schreiben die Bindung zu deinem Kind stärkt

Hier kommt ein Gastbeitrag von Imme Scheit. Vielleicht kennt ihr sie schon durch ihren Podcast, in dem zum Beispiel die Bindungsträumer:innen Nora Imlau oder Inke Hummel, Christopher End oder Carsten Vonnoh bereits zu Gast waren. Außerdem ist Imme Mit-Gründerin von „YAY | Online-Tagebuch zum Ausdrucken für Eltern“. Sie hat das YAY Online-Tagebuch mit ihrem Mann entwickelt, um allen Eltern die Möglichkeit zu geben, ihre Erinnerungen von Anfang an festzuhalten, zu teilen und auf die schönste Art zu drucken. Imme ist selbst zweifache Mama und lebt beziehungsorientiert mit ihren Kindern.

Weiterlesen

28 Nov

Was wollen die AP-„Jammermamas“ überhaupt?

Es kreist mal wieder ein (alter) Artikel herum, in dem etliche Male „Attachment Parenting“ auftaucht und viel Kritisches zur Sprache. Manches ist berechtigt, anderes möchte ich unbedingt von einer anderen Warte aus betrachten. Denn für mich zeigt der Artikel nicht nur mit dem Finger auf ein Problem (was ja gut ist), sondern macht auch gleich einen Schuldigen aus (die Mütter! – ja die Mütter unter Druck, aber dennoch DIE MÜTTER), und das ist mir zu simpel. Da diese Sichtweise nicht nur in diesem einen Text vorkommt, sondern mir verschiedentlich immer wieder begegnet, möchte ich das mal ein bisschen besser einkreisen.

Weiterlesen

17 Nov

Es jodelt die Schwedin im Allgäu – „Pornographie“ damals und heute: Aufklärung und Schutz für Kinder und Jugendliche

Weißt Du noch, wann Du zum ersten Mal mit Pornographie in Kontakt gekommen bist? Ich habe mich mal umgehört bei anderen Eltern in meinem Alter, und bei den meisten war es frühestens am Ende der Pubertät. Man kam nicht leicht dran, es war nicht präsent. Ohne irgendwelche Kontakte zu Älteren oder zufällige Funde im Elternhaus (oder im Altpapier des Nachbarn) traf man höchstens auf Softes, Sat1 Sexkomödien um 23 Uhr – Sexualität in einer Darstellung, wie sie heute quasi jeder zweite Spielfilm mit FSK 12 zeigt.

Weiterlesen

01 Aug

Gute Beziehung heißt „KONFLIKTFREI“??

Das Missverständnis begegnet mir immer wieder: Erwachsene versprechen sich von beziehungsorientierter Begleitung ihrer Kinder weniger Stress, Ärger, dafür ein harmonisches Familienleben. Wenn ich mich als Elternteil so reinhänge, ist das doch das Mindeste, was ich erwarten könnte?!

Aber dann wird dennoch ständig gestritten, laut geworden, Kinder werden als „dickköpfig“ empfunden, um die sich immer wieder alles drehen soll?!

Weiterlesen

08 Mrz

Béa Beste und Stephanie Jansen – „Gemeinsam schlau statt einsam büffeln“

Als Béa Ihr Buch ankündigte und ich nur das Cover überflogen habe, dachte ich „Gemeinsam schlau statt einsam büffeln“ (Duden Verlag), sei eine Hilfe dafür, wie Eltern ihre Kinder bei Hausaufgaben, Lernen, Vertiefen – kurz: beim Thema Schule – unterstützen können.  Vielleicht würde auch noch etwas darüber drin stehen, wie viel besser Kinder für die Schule lernen können, wenn sie merken, dass ihre Eltern sich für Inhalte ebenfalls interessieren, oder aber wenn die Eltern ihnen zeigen, wo man die schulischen Inhalte tatsächlich anwenden kann.

Dann kam das Buch. Ich wunderte mich sofort darüber, wie dick es ist, wie umfangreich! Ich konnte mir nicht vorstellen, dass man so viel zum Thema Hausaufgabenbegleitung u.ä. schreiben könnte.

Sehr neugierig begann ich zu lesen, blätterte mal hier hin und mal dorthin und merkte nach den ersten Einblicken: das Buch ist genau gar kein Buch, dass mir primär sagen möchte, wie ich mein Kind gut bei den von der Schule gestellten Hausaufgaben begleite!

Weiterlesen

21 Feb

Anne Sophie Winkelmann „Machtgeschichten“

Wenn Ihr vielleicht schon „Erziehung prägt Gesinnung“ von Herbert Renz-Polster gelesen habt und nun fokussiert „Kindheiten wagen“ möchtet, und wenn eventuell auch noch „Seelenprügel“ von Anke Elisabeth Ballmann eine Eurer letzten Lektüren war, dann ist Euer Blick gerade vermutlich sehr darauf gerichtet, Eure Kinder zu stärken: für eine gute Zukunft, für einen Weg als mitfühlende Menschen, gegen psychische Gewalt in Institutionen oder anderen Umgebungen. Ich empfehle Euch – mit oder ohne Kenntnis der o.g. Bücher – hier unbedingt die „Machtgeschichten. Ein Buch für Kinder über das Leben mit Ewachsenen“ von Anne Sophie Winkelmann (erschienen im claus Verlag). Die Autorin Anne Sophie Winkelmann möchte Eltern und pädagogisches Personal erreichen sowie auch die Kinder selbst, und sie zeigt sehr wertschätzend und ohne erhobenen Zeigefinger sowie mit viel Verständnis für die Erwachsenen, wo überall Kinder eben immer noch psychischer Gewalt und ungleichwürdigem Umgang ausgesetzt sind (oft unbewusst und manchmal auch ungewollt).

Weiterlesen

08 Feb

Ich hab’s vergessen – hilfst Du mir?

19 Uhr. „Hast Du alles eingepackt: Trinken, Musikmappe, Fahrkarte?“ „Ja!“

7 Uhr. „Hast Du alles eingepackt: Trinken, Musikmappe, Fahrkarte und Essen?“ „Ja, Mama!“

8 Uhr, Telefon: „Kannst Du kommen? Ich darf nicht mitfahren. Mir fehlt die Fahrkarte!“

Welche Eltern kennen diese Momente nicht? Das Kind hat etwas vergessen, bemerkt es, äußert sich dazu, bittet offen oder versteckt um Unterstützung. Wie reagiert man da? Immer helfen? Wird das Kind dann nicht faul und erst recht vergesslich? Nie helfen? Ist das nicht seltsam, allein schon vom Bauchgefühl her? Aber vielleicht richtig und wichtig, hier mal Grenzen zu zeigen? Lerneffekt – hallo?!!

Weiterlesen

06 Feb

Wie sehe ich denn, ob es gut läuft?

Kennt Ihr das: wir leben beziehungsorientierte Elternschaft, geben ganz viel von uns, versuchen unsere Kinder gut zu sehen, bieten Kooperation an anstatt autoritär zu sagen, wo es lang zu gehen hat – und erwarten, vielleicht unbewusst, auch ein bisschen sowas wie Entgegenkommen?!

„Ich tu doch alles, also bitte verhalte dich, wie ich gesagt habe….Ich sehe ja, dass Du müde, hungrig, k.o. bist und heute schon gaaaaanz viel kooperiert hast, aber diese eine Situation jetzt – da kann ich erwarten, dass es klappt. Es ist mir ganz wichtig!“

Wir wollen das vielleicht gar nicht denken, aber erwischen uns doch, dass diese Erwartung in uns aufploppt – und reagieren entsprechend?! Weil wir uns so sehr nach Harmonie sehnen?!

Weiterlesen