24 Feb

Denkst Du, Geben ist ein Tauschgeschäft?

Habt Ihr schon mal Vorwürfe zu hören bekommen, dass Ihr „zu nett“ zu Euren Kinder wärt? Sie toben und verweigern sich, motzen, flippen aus, und Ihr habt immer noch die Kraft, höflich, gelassen, bestimmt, aber liebevoll zu bleiben. Sie müssen überredet werden, im Alltag mitanzupacken, und trotzdem zollt Ihr ihnen Respekt und Dank, wenn sie es tun – und andere meinen, sie müssten das kommentieren oder von sich selbst berichten: Wenn meine Kinder so drauf wären, bekämen die überhaupt kein nettes Wort mehr von mir! Die sollen sich erstmal zusammenreißen, dann bin ich auch wieder höflich. Die sollen erstmal lernen, wie man miteinander umgeht, dann mache ich das auch respektvoll. Wie mit einem Erwachsenen.

Oder: Die sind doch noch klein. Die brauchen diese Art von Ansagen. Und sie müssen helfen. Ich mache ja auch alles für sie. Da braucht’s kein Danke. Höre ich ja auch kaum.

Es gibt Leute, die finden es bescheuert, dass ich mich bei meinen Kindern fürs Müllraustragen bedanke. Es gibt Leute, die finde ich bescheuert, sobald sie den Mund aufmachen.

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28 Dez

Mitgefühl als Kompass

An Heiligabend besuchte ich mit zwei unserer Kinder das Krippenspiel in unserer Gemeinde. In der abschließenden Ansprache gab uns der Pfarrer verschiedene wunderbare Gedanken mit auf den Weg. Ein Themenbereich trug den Titel „Mitgefühl als Kompass“; das hat mich am meisten berührt und hing lange nach. Er bezog sich damit ganz aktuell auf die Ereignisse in Berlin, aber übertrug dies natürlich auf unser Leben allgemein. Und der Gedanke setzte sich in mir fest.

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