31 Mrz

Gabi Kreslehner: „Nils geht“

„Druckwerke mit Herz…für Groß“ und „…für Klein“ haben wir als Blogkategorie. Erstmals kann ich heute keine auswählen, denn „Nils geht“ von Gabi Kreslehner lässt sich da nicht einsortieren. Eigentlich ist es ein Jugendbuch, aber ich habe es genauso gerne gelesen wie meine Tochter und finde es vor allem gerade für Eltern auch sehr wertvoll.

In diesem Buch vom österreichischen Typrolia-Verlag, das schon durch sein schlichtes, klares Cover auffällt, geht es um vieles: vordergründig um Täter und Opfer, Mobbing, Mitmachende, Schweigende, Wegseher. Tiefergehend dreht es sich in der Geschichte jedoch auch um Kommunikation, Beziehungen, Entwicklung, Herausforderungen, Freundschaften, Verliebtheit, Gefühle – und ebenso um Eltern, Lehrer und auch um Geld.

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08 Mrz

Béa Beste und Stephanie Jansen – „Gemeinsam schlau statt einsam büffeln“

Als Béa Ihr Buch ankündigte und ich nur das Cover überflogen habe, dachte ich „Gemeinsam schlau statt einsam büffeln“ (Duden Verlag), sei eine Hilfe dafür, wie Eltern ihre Kinder bei Hausaufgaben, Lernen, Vertiefen – kurz: beim Thema Schule – unterstützen können.  Vielleicht würde auch noch etwas darüber drin stehen, wie viel besser Kinder für die Schule lernen können, wenn sie merken, dass ihre Eltern sich für Inhalte ebenfalls interessieren, oder aber wenn die Eltern ihnen zeigen, wo man die schulischen Inhalte tatsächlich anwenden kann.

Dann kam das Buch. Ich wunderte mich sofort darüber, wie dick es ist, wie umfangreich! Ich konnte mir nicht vorstellen, dass man so viel zum Thema Hausaufgabenbegleitung u.ä. schreiben könnte.

Sehr neugierig begann ich zu lesen, blätterte mal hier hin und mal dorthin und merkte nach den ersten Einblicken: das Buch ist genau gar kein Buch, dass mir primär sagen möchte, wie ich mein Kind gut bei den von der Schule gestellten Hausaufgaben begleite!

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11 Jan

Sprache ist mächtig

„Wer hat wohl mehr Lust, sich zu engagieren? Der, den der Chef anbrüllt & niedermacht – oder der, mit dem sich der Chef hinsetzt & überlegt, was gut & schlecht gelaufen ist & was man wie ändern könnte? Und da schimpfst Du immer noch Dein Kind aus, im Glauben, dass das hilft?“

(Tweet von @hummelfamilie)

Dieser Tweet wurde von vielen so verstanden, wie er gemeint ist, aber etliche haben ihn auch diskutiert, und da der Inhalt uns Bindungsträumern wirklich wichtig ist, soll an dieser Stelle nochmal genauer darauf eingegangen werden.

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28 Nov

Schreien verboten?

Wie oft lese ich oder höre es in Gesprächen, dass Eltern mit sich selbst hadern, weil sie in Gegenwart ihres Kindes geschrien haben. Sie sind unglücklich damit und möchten versuchen, bessere Wege zu finden und „nie wieder zu schreien“.

Immer auf Augenhöhe, leise, respektvoll, höflich, sanft – ein hohes Ziel! Ein gutes Ziel?

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04 Jan

Empathie statt Schimpftiraden

Unsere Eltern saßen auf einer Picknickdecke direkt neben dem großen Sandkasten am Spielplatz und tranken ihren mitgebrachten Kaffee. Sie erzählten sich Erwachsenenkram und lachten viel. Meine Freundin Anni und ich saßen in unseren Matschhosen im Sand und arbeiteten an einer Burg. Annis Familie hatte keine eigenen Schaufeln oder Förmchen mitgebracht, und ich hatte teilen müssen. Das war mir schwer gefallen, aber jetzt half sie mir so gut, dass es sich schon besser anfühlte.

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