06 Feb

Wenn die Liebe geht – muss noch Liebe übrig bleiben

Als mein Telefon klingelte und sich jemand vorstellte mit „Ich bin Redakteur beim SWR Fernsehen fürs Nachtcafé,“ habe ich erstmal eine ganze Weile an einen Scherz geglaubt. Aber schließlich wurde klar, dass es keiner war. Mein hier im Blog veröffentlichter Text Dein Trennungskind – braucht Dich hatte dazu veranlasst, mich als Autorin in die Fernsehsendung „SWR -Nachtcafé“ zum Thema „Wenn die Liebe geht“ einzuladen, um meine Geschichte zu erzählen. Unser Verein war sehr stolz, dass unser Text so positiv und breit gesehen wurde – von frisch getrennten Eltern, die sich bedankten für Inspiration und Kraft, von anderen, heute erwachsenen Trennungskindern und eben von der Nachtcafé-Redaktion.

Ich musste Rücksprache halten mit meiner Familie, aber schnell war ich sicher, dass ich zum Interview nach Baden-Baden fahren und Mildi mich begleiten würde. Die telefonischen Vorgespräche waren so sympathisch, die Umsetzung durch das Team schon im Vorfeld so großartig und absolut seriös, dass ich mit einem guten Gefühl reisen konnte.

Auf Sendung

Inke hinter den Kulissen Foto: Mildi

Nach einer entspannten Anreise per Zug kamen wir am Nachmittag des 1. Februar 2018  in Baden-Baden in einem wunderbaren Hotel zusammen, und die Atmosphäre vor Ort war auch sofort bestens. Dass Mildi an meiner Seite war, tat unheimlich gut. Wir hatten viel zu lachen und führten wichtige Gespräche über unsere Arbeit bei Bindungsträume. Die Aufnahmen im Baden-Badener E-Werk waren durchweg angenehm; wir Gäste konnten uns untereinander in Ruhe ein wenig kennenlernen, der Moderator nahm sich für jeden nochmal einzeln Zeit. So war es am Ende trotz Kameras und Zuschauern im Saal wirklich ein Gefühl von „Wohnzimmergespräch“, so dass man das Publikum vor Ort kaum wahrnahm und auch nicht an Fernsehzuschauer dachte.

Während des Vorlaufs und auch nach der Sendung war viel Zeit für ausführliche Gespräche mit dem Moderator, den Redakteuren und besonders den anderen Gästen, von denen uns das Ehepaar Mehne besonders begeistert hat. Bei Ihnen und auch bei Frau Seeberg war unser Herzensanliegen, die Bindunsorientierung in den Beziehungen, sehr zu spüren.

Alle Fotorechte: SWR Nachtcafé „Wenn die Liebe geht“, 2.2.2018 © SWR / Baschi Bender

Meine Redezeit innerhalb der Sendung fiel relativ kurz aus, so dass ich nicht ganz die Geschichte so komplett erzählen konnte, wie ich es mir vorgestellt hatte. Aber die wichtigsten Inhalte konnte ich transportieren – und unser Vereinslogo, Bruno Bindungsbäumchen strahlte dazu aus dem Hintergrund von Mildis Shirt!

Nachlese

Alle Fotorechte: SWR Nachtcafé „Wenn die Liebe geht“, 2.2.2018 © SWR / Baschi Bender

Die Fragen an die anderen Gäste, die sich bei mir während der Talkrunde entwickelt hatten, konnte ich beim anschließenden späten Abendessen klären. Alle erzählten sehr nett noch mehr von ihren Geschichten, und auch Moderator und Redakteure zeigten sich sehr offen.

An Schlaf war erst gegen 1:30 Uhr zu denken, und Dank Stressabfallmigräne war die Nacht eher mau, trotz des grandiosen Hotels. Nach Dusche, pompösem Frühstück, letzten Gesprächen und ausgetauschten Visitenkarten ging es zurück nach Hause.

Während und nach der Ausstrahlung der Sendung am 2. Februar 2018 war dann dank öffentlicher oder auch privater Nachrichten ganz deutlich zu spüren: wir Bindungsträumer werden gesehen, und unser Thema wird von vielen als wichtig und erstrebens-/lebenswert empfunden.

  • Mir schrieb eine junge Mutter, dass sie sich auf Grund meiner Geschichte endlich getraut hat, an ihren Vater zu schreiben, zu dem der Kontakt nach der Trennung der Eltern verloren gegangen war – und dass sie sich nun wiedersehen würden.
  • Es meldete sich eine Frau, die beschrieb, wie schwer ihr manches Tun fiele nach der Trennung von ihrem Mann, aber dass mein Bindungsträume-Text zum Thema ihr die Kraft und Zuversicht gegeben habe, sich weiter ganz stark einzubringen – den Kindern zuliebe.
  • Mein mir bis dato unbekannter Großcousin verfasste eine E-Mail voller positiver Gefühle, mit alten Fotos meiner Großeltern und meiner Eltern, und wir haben begonnen uns auszutauschen – über Familie und Bindungsorientierung. Er und seine Frau sind Stammzuschauer des Nachtcafés, und sie haben mich dort zufällig entdeckt.

Foto: B. Mehne

Dafür lohnt sich die Preisgabe solch einer sehr privaten Geschichte: andere lassen sich inspirieren, finden Kraft und Motivation, es mit ihren eigenen Kindern (und/oder auch Partnern) anders zu machen.

Besser. Bindungs- und beziehungsorientierter.

Und wir freuen uns für alle Familien, in denen dies gelingt!

 

3 Gedanken zu „Wenn die Liebe geht – muss noch Liebe übrig bleiben

  1. Geliebtes Kind, wie immer hast Du in Deiner vorher – während – und nachher – Schilderung alles perfekt auf den Punkt gebracht.
    Ich bin sehr stolz auf Dich.
    Mama

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