18 Apr.

Vernachlässigung… Verwöhnen… Strengsein… Überregulieren? Wie denn nun?

Die Unsicherheit im Baby-, Kleinkind- und Grundschulalter ist groß: Immer wieder wird in Gruppen, Beratungen, Gesprächen gefragt, wie man handeln sollte, wo die Grenzen seien. Ist das schon Vernachlässigung? Ist das jetzt Verwöhnen? Muss man doch mal streng sein? Braucht jedes Kind Regulation? Kann man ganz ohne Unterstützen und Kontrolle auskommen? Geht es rein selbstbestimmt, und funktioniert das ohne Hilfe? Oder ist das dann Verwahrlosung, vielleicht dieses „laissez faire“?

Theorien, Unsicherheiten, Ängste, Gespenster treffen aufeinander. Sicher ist vermutlich nur, dass es nicht den einen Weg für jede Familie, nicht mal für jedes Kind gibt.

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16 Apr.

Herzlichen Glückwunsch zum Baby! Und einen starken Rücken…

Diesen Elternbrief kannst Du als PDF runterladen, ausdrucken und an andere Eltern  oder Großeltern weitergeben!

Hallo, Ihr Zwei!

Euer Baby hat Euch just zu Eltern gemacht. Wie fühlt sich das an? Ist es schon so richtig angekommen in Euren Köpfen und Euren Herzen? Habt Ihr verstanden, dass der kleine Mensch in Euren Armen der gleiche ist, der monatelang nur unter einer Bauchdecke zu fühlen war? Dass es Euer Kind ist, das Euch braucht und für immer bleiben wird? Es benötigt Eltern, die für es einstehen, selbstsicher und löwenartig. Eltern, die ihm vertrauen, dass es zeigt, was es braucht, und die gut und rasch darauf eingehen und ihm helfen. Es braucht Hilfe, in dieser Welt klarzukommen. Es kennt die Lautstärke und die Kälte nicht, die Gerüche und die Weite nicht. Es braucht Euch, rund um die Uhr! Weiterlesen

12 Apr.

Erinnerer – Kleine Alltagshelfer ohne Stress und Streit

Im Alltag mit unseren Kindern haben wir über die Jahre gemerkt, dass wir bestimmten Situationen, die immer wieder zu Konflikten oder unguten Gefühlen führen, eigentlich relativ einfach aus dem Weg gehen können, indem wir unseren Kindenr helfen, sie selbst in die Hand zu nehmen und eigenverantwortlich mit ihnen umzugehen. Wir müssen diese Fälle nur erkennen, besprechen und kleine Erinnerer finden, die die Kinder dabei unterstützen, ganz alleine das zu tun, was sie eigentlich auch gerne tun möchten – denn auch sie möchten Streit und Stress vermeiden und ihre Zeit lieber auf schöne Dinge verwenden.

Welches diese Situationen sind, ist in jeder Familie, bei jedem Kind anders. Hier wollen wir Anregungen sammeln, alphabetisch sortiert. Die Liste wird beständig ergänzt werden.

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10 Apr.

„Wir wollen auch dann noch ein Paar sein, wenn die Kinder aus dem Haus sind.“

„Wir wollen auch dann noch ein Paar sein,

wenn die Kinder aus dem Haus sind.“

Dieser Satz beinhaltet ganz viel. Ich will ihn mal auseinandernehmen und zeigen, inwiefern er sehr hilfreich sein kann. Wenn man über Attachment Parenting spricht, geht es ganz oft um das Erkennen von Bedürfnissen und auch um Priorisierungen.

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30 März

„Du bist doch jetzt schon groß genug! Du musst damit klarkommen.“

Ein Baby hat plötzlich Angst, in der Krabbelgruppe, in der letzte Woche noch alles gut war. Die es seit Monaten kennt. Die aus kaum 15 Personen besteht, nur Mütter und andere Babys. Es fremdelt.

Ein Kleinkind hat Wut, im Kindergarten. Es geht nur um ein umgestoßenes Bauwerk aus Magneten, an dem es aber den halben Vormittag gesessen hatten. Gedankenverloren, weltvergessen, gefangen im Glück. Und jetzt ist es kaputt, einfach so. Die Wut kocht, die Aggression will raus, ungebremst.

Ein Grundschulkind bekommt plötzlich Gänsehaut im Wald, spürt wie unheimlich es ist. So oft schon war es hier mit den Eltern entlang gegangen. Sie sind nur wenige hundert Meter vor ihm, aber hinter den Bäumen nicht zu sehen. Das Rascheln der Blätter klingt anders als sonst. Die Situation ist plözlich fremd und neu.

– All diese Kinder hören, wenn sie Pech haben, das gleiche: Du bist doch jetzt schon groß genug! Du musst damit klarkommen. Wenn nicht genau genug hingeschaut wird, werden willkürliche Grenzen festgelegt, wann wir erwarten, dass Kinder bestimmte Dinge doch bitteschön endlich können müssen. Und anstatt sie wieder zu begleiten, wird dann auf Konfrontationskurs gesetzt.

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27 März

Ja zum Nein! Von Herzen.

„Es ist toll, dass sie so oft Nein sagt. Sie agiert nicht einfach blind nach den Vorgaben der anderen, macht nicht einfach artig, was man ihr vorkaut. Sie kennt sich, ihre Wünsche, schon sehr gut. Sie mag auch manchmal einfach ihren Weg gehen und nicht den der Masse. Ich sehe diese Kraft in ihr. Beeindruckend!“

Habt Ihr einen Satz in der Art schon einmal gehört über ein Kind das Nein sagt? Immer wieder? Das erkannt hat, wo sein Innen und sein Außen ist, wer die anderen sind, dass es viele Optionen gibt, dass man Entscheidungen treffen kann. Das erkannt hat, dass es gute und schlechte Gefühle gibt, gute und schlechte Erlebnisse, die man erinnert – und die Entscheidungen beeinflussen, ganz individuell.

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20 März

Vermisst: Intuition!

„Mit dem Irrtum in der Interpretation

durch Verlust an Intuition beim Erwachsenen

hat die Evolution nicht gerechnet!“

Begeistert habe ich diesen Satz mehrfach hintereinander gelesen (Rüdiger Posth, „Vom Urvertrauen zum Selbstvertrauen“*). Da steckt so viel Wahrheit drin; so oft habe ich genau das schon gedacht, aber konnte es selbst nicht so formulieren.

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09 März

Ich schäme mich so!

Eine liebe Freundin hat mir einen verzweifelten Hilferuf gesandt. Sie fühlt sich überfordert mit der neuen Situation als Mama von einem Baby und einem Kleinkind; sie weiß vom Kopf her ganz genau, wie sie mit ihrer großen Tochter umgehen möchte, aber es misslingt ihr manchmal. Sie ist immer wieder nicht die Mama, die sie sein möchte.

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14 Feb.

Schau Dir mal Dein Kind an – Interview-Serie Nr. 11: Katharina und Anne

KATHARINA

(für ihren Sohn)

Was begeistert Dich an Deinem Kind am meisten?

Dass er cool ist und sich begeistern lässt.

Was macht Ihr am liebsten gemeinsam?

Vorlesen, spielen, Hauptsache zusammen.

Was hast Du von Deinem Kind gelernt?

Geduld, Hingabe, Fairness, Verständnis.

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02 Feb.

„Anders lernen sie es nie!“ – Nein? Wie Strafen sich zwischen uns und unsere Kinder stellen

Da blättert man nichtsahnend in einer kostenlos ausliegenden Elternzeitschrift, öffnet einen der vielen Newsletter, die von verschiedenen Firmen hier eintrudeln, unterhält sich mit einer bekannten Mutter, die man meint recht genau einschätzen zu können – und überall begegnet einem unerwartet das Thema „Bestrafung von Kindern“, ausgemalt in schönsten Farben. „Ungute Gefühle in Bezug darauf“ solle man ablegen (oh, wie das ans Thema „Schlafprogramme“ erinnert), und man dürfe „ruhig kreativ werden“ beim Erfinden möglichst fürchterlicher, wirksamer Strafen, die auch lange in Erinnerung bleiben. Die Tipps und der Wortlaut erinnern manchmal an das Training in einer Hundeschule, manchmal auch ans finstere Mittelalter.

 

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